Elisabeth Schenk als Apothekerin in unserer Partnerdiözese des Rift Valley in Tansania

Stellen Sie sich vor, Sie müßten 140 km fahren, um zur nächsten Apotheke zu gelangen. Das entspricht etwa einer Entfernung von Stuttgart bis fast nach Würzburg, von Bad Urach bis nach Singen. Im Kirchenbezirk des Rift Valley im Herzen Tansanias (fast 1,5 mal so groß wie Baden-Württemberg) gibt es noch keine einzige Apotheke. Die Menschen in Manyoni, im Zentrum des Kirchenbezirks, müssen bis zur nächsten Apotheke die 140 km nach Dodoma zurücklegen; und die wenigsten von ihnen haben ein Auto!
Schon lange ist es der Anglikanischen Kirche in Tansania ein Anliegen, in der Kleinstadt Manyoni mit ca 17.000 Einwohnern ein medizinisches Zentrum mit integrierter Apotheke aufzubauen. Diese spannende Aufgabe wartet auf mich, wenn ich im November nach Tansania ausreisen werde. Gut, daß ich sie nicht aus eigener Kraft bewältigen muß, sondern in der Gewißheit gehen darf, daß unser allmächtiger Herr schon dort ist, um die Dinge vorzubereiten.
Schon als Kind hörte ich gerne Berichte von Missionaren und las gerne Lebensbilder und Geschichten aus der Mission. Allerdings hatte ich dabei immer den Gedanken im Hinterkopf: "Das könnte ich nie!!!" So weit weg sein von zu Hause, kein Schwäbisch mehr reden können, der Gedanke, daß mir Ameisen durchs Mittagessen marschieren oder ich Delikatessen wie Ratten o.ä. essen müßte, schreckte mich ab.
Doch gegen Ende meines Studiums sprach mich eine Sonntagspredigt über Jesajas Berufung so an, daß ich den Gedanken an die Mission nicht mehr los wurde. Ein Jahr später hielt ich es nicht mehr aus und meldete mich zu einem Gespräch bei unserem Pfarrer an, der diese Predigt gehalten hatte. Zum Abschluß des Gesprächs meinte er - wie ich befürchtet hatte:
"Elisabeth, ich glaube, daß Gott dich in die Mission ruft!"
Damit begann ein langer Prozeß, in dem Gott mein Herz veränderte, mir die Angst vor Unbekanntem nahm und mir seine Liebe für die Menschen schenkte.
Meine Liebe für Afrika entdeckte ich bei einem Kurzeinsatz von 2 Monaten in Gambia (West Afrika). Die Einladung nach Tansania bekam ich während meiner Bibelschulzeit in England. Ich nahm die Einladung an und leitete in der Hauptstadt Dodoma fast 6 Jahre lang eine kirchliche Apotheke. Als dann mein Vertrag dort zu Ende war, kam der dringende Ruf von Bischof John Lupaa aus dem Nachbarkirchenbezirk "Komm herüber und hilf uns...!! Hilf uns, die lange geplante Apotheke aufzubauen."
Dankbar blicke ich auf meine Zeit in Dodoma zurück, die mir nun für das neue Projekt als gute Vorbereitung dient. Denn, um Sprache und Kultur kennen zu lernen, benötige ich jetzt keine Zeit mehr. Die pharmazeutischen Behörden und Großhändler kenne ich schon - und sie kennen mich. So ist die Ausreise für mich kein Schritt ins gänzlich Ungewisse, sondern in von Gott vorbereitete Verhältnisse.
Jeder Tag, den ein Mensch ohne Jesus Christus verbringt, ist ein verlorener Tag, denn nur durch Jesus Christus ist Vergebung möglich. Nur durch Christus können wir zu Gott unserem Schöpfer und liebenden Vater zurückkommen, denn er sagt von sich selbst: "Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater denn durch mich." (Joh 14,6) Diese frohe Hoffnungsbotschaft muß hinausgetragen werden in die Welt. Das können nur Christen tun. "Gewöhnliche" Entwicklungshelfer bringen den Menschen in weniger entwickelten Ländern nur die vergängliche Hoffnung in irdische Dinge wie Brunnen, Straßen, technische Entwicklungen... was ja an sich nichts Schlechtes ist. Doch die mächtige Kraftquelle in der Ohnmacht des Alltags und die Hoffnung auf ewiges Leben in der Gemeinschaft mit Gott - ohne Schmerzen, Leid, Tränen und Not - das gibt es nur im christlichen Glauben. Deshalb will ich in Tansania nicht nur als Apothekerin helfen, sondern gleichzeitig auch ein Zeugnis für Jesus sein.
Dabei liegt mir besonders die evangelistische Arbeit unter Kindern am Herzen. Ca 44% der Bevölkerung Tansanias sind unter 15 Jahre alt! (Zum Vgl: in Deuschland sind 16,5% unter 18 Jahre alt.) Diese Kinder von heute sind die Erwachsenen von morgen. Deshalb ist es mir wichtig, daß auch sie die Liebe Gottes erfahren und Jesus kennenlernen.
So werde ich mich in Manyoni und Umgebung in der kirchlichen Kinderarbeit, im Kindergottesdienst, bei Veranstaltungen für Kinder und im Unterricht über Kinderarbeit an der Bibelschule engagieren. Schon heute freue ich mich darauf, in die strahlenden Kinderaugen blicken zu dürfen.
Ein weiterer Schwerpunkt meiner Arbeit in Tansania wird die Betreuung der Partnerschaft zw dem Kirchenbezirk des Rift Valley und den beiden Kirchenbezirken Bernhausen und Bad Urach sein. Dazu gehört v.a. die Kommunikation zwischen hier und dort in der jeweils am besten verständlichen Sprache (also Schwäbisch bzw Suaheli). Außerdem werde ich bei der Auswahl von Projekten beraten und dabei helfen, die entsprechenden Projektanträge zu schreiben. Ist dann ein Projekt in der Durchführung, werde ich dafür sorgen, daß die Spenden projektgebunden eingesetzt und die entsprechenden Berichte, Abrechnungen und Bilder nach Deutschland geschickt werden. Es ist also eine Art Botschafterfunktion, die mir da zufällt.
Allen, die durch ihre Gebete und Gaben dazu beitragen, daß ich in Tansania als Botschafterin mit Wort und Tat den Menschen Gottes Liebe weitergeben kann, danke ich von ganzem Herzen!

Abgeltungsteuer und Kirchensteuer, Kurzinfo für Gemeindebriefe o. ä.

Ab 2009 wird die Besteuerung der Kapitaleinkünfte durch Einführung einer Abgeltungsteuer neu geordnet und vereinfacht. Bisher mußten die Einkünfte aus Kapitalvermögen in der Einkommensteuererklärung detailliert angegeben werden. Darauf wurden dann Einkommensteuer, Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer erhoben. Künftig werden die Kapitaleinkünfte gleich an der Quelle mit einer 25 %igen Abgeltungsteuer und der darauf entfallenden Kirchensteuer belegt. Einschließlich Solidaritätszuschlag ergibt sich ein Steuerabzug von insgesamt 28,5 %.Die Abgeltungsteuer und die darauf entfallende Kirchensteuer werden anonym von den Banken abgeführt. Für den Steuerzahler ist damit alles erledigt. Diese Kapitaleinkünfte brauchen nicht mehr in der Steuererklärung angegeben zu werden. Damit die Bank die Kirchensteuer auf die Abgeltungsteuer richtig einbehalten kann, ist es notwendig, daß der Anleger der Bank seine Konfession mitteilt. Dazu verschicken die Banken zur Zeit entsprechende Antragsformulare. Falls ein Steuerzahler der Bank seine Konfession nicht mitteilt, bleibt es beim bisherigen alten Verfahren: Die Einkünfte aus Kapitalvermögen, von denen die Abgeltungsteuer einbehalten wurde, müssen dann nochmals in der Einkommensteuererklärung angegeben werden, damit die Kirchensteuer festgesetzt werden kann.
Durch die Mitteilung Ihres Religionsmerkmals an die Bank erleichtert der Steuerzahler sich und der Finanzverwaltung die Arbeit. Die Kirchensteuer kann gleich aus dem pauschalen Steuersatz der Abgeltungsteuer einbehalten und korrekt abgeführt werden. Alle bisherigen Möglichkeiten der Steuerfreistellung (z. B. Nichtveranlagungsbescheinigung, Sparerpauschbetrag, Sonderausgabenabzug der Kirchensteuer, Steuerbescheinigung) gelten auch bei der Abgeltungsteuer. Falls der persönliche Steuersatz unter 25 % liegt, besteht über eine Einkommensteuererklärung die Möglichkeit einer "Günstigerprüfung" zugunsten des Steuerzahlers. Zuviel einbehaltene Steuerabzugsbeträge werden dann erstattet.
Für alle Fragen zum komplexen Thema Kirchensteuer und Abgeltungsteuer hat die Evangelische Landeskirche in Württemberg ein kostenloses Kirchensteuer-Service-Telefon eingerichtet. Unter der Rufnummer 0800 7137137 können sich Kirchenmitglieder - auch anonym - von Steuerfachleuten beraten lassen.
Evangelischer Oberkirchenrat, Fachreferat Steuern

Stuttgart, 12.11.2008

Wohnungen für Schwangere in Not und allein stehende Mütter

Seit 1993 werden vom Evang. Kirchenbezirk Bernhausen Wohnungen angemietet, um im Rahmen des Projektes 'Wohnungen für Schwangere in Not und allein stehende Mütter' weiter zu vermieten an entsprechend bedürftige Frauen.
Hintergrund für dieses Projekt ist der Wille des Kirchenbezirks, allein stehenden schwangeren Frauen die Entscheidung für ihr Kind zu erleichtern, indem der Kirchenbezirk ihnen Wohnraum und persönliche Begleitung durch ehrenamtliche Frauen anbietet. Bisher gibt es Wohnungen in Bernhausen, Ruit und Denkendorf. Zurzeit erreichen uns verstärkt Anfragen über Beratungsstellen, die wir nicht erfüllen können, weil wir keine Wohnung anbieten können.
Sie könnten uns vielleicht helfen!
Wie könnte Ihre Hilfe aussehen?
Ihr Wohnungsangebot einer 1-2-Zimmerwohnung (kleine Wohnungen, bevorzugt Altbau, in günstiger Lage) könnte eine echte Hilfe sein. Vielleicht könnten Sie dadurch einem Kind zum Leben helfen? Der Evang. Kirchenbezirk garantiert als Mieter der Wohnung den Vermietern eine sichere Miete.
Ihre ehrenamtliche Mitarbeit als Vertrauensfrau könnte einer jungen allein stehenden Mutter eine große Hilfe sein in der ersten Zeit nach der Entbindung und bei der Bewältigung des Alltags in einer schwierigen Situation.
Wenn Sie Interesse haben, melden Sie sich bitte im Evangelischen Dekanatamt, Telefon 0711/ 70 43 04, Email: HYPERLINK "mailto:Dekanatamt.Bernhausen@elk-wue.de" Dekanatamt.Bernhausen@elk-wue.de Talstraße 21, 70794 Filderstadt-Bernhausen

Kirchencafe plus

Sie haben keine Meinung, wollen nichts wissen und mögen weder Tee noch Marmelade?
Dann ist diese Sache für Sie uninteressant.

In allen anderen Fällen aber sollten Sie wirklich hereinschauen.
Denn hier hört man zu, versucht Meinung zu bilden, tauscht Erfahrungen aus.
Welche Themen? Was bewegt, was kommen könnte oder bereits gewesen ist!
Von Backrezept bis Fußball, von zweiter Startbahn bis Computerviren, von Disco bis Kirchentag.
Hier kann man ¸ber alles reden, Kontakte knüpfen oder sich mit Rat und Tat am Gemeindeleben beteiligen.
Bei Kaffee, Tee, Kaltgetränk und Gebäck.
Ohne Anmeldung kommen und ohne Entschuldigung wegbleiben.
Lohnen kann sich der Besuch in mehrfacher Weise:
Sie wissen was ab geht und können Ihrer Meinung Gehör verschaffen.
Und mitnehmen können Sie auch noch was! Erstehen Sie von dem vielfältigen Angebot an köstlich Selbstgemachtem:
Marmelade und Eingelegtes, was Garten, Sträucher und Bäume im vergangen Jahr hervorgebracht haben.
Eingeweckt und zubereitet von Frau Fässler, angeboten so lange Vorrat reicht.
Ergreifen Sie die Gelegenheit!
Nach Ankündigung immer im Anschluß an den Hauptgottesdienst.
Sehen wir uns dann? Ich würde mich freuen!
Rudolf Epple